Gestern, als ich mal wieder total in den Geschichts-Abiklausuren versunken bin – die Ergebnisse sind bis jetzt unerwartet erfreulich, auch wenn ich nur der Erstkorrektor bin – habe ich beschlossen, irgendwann eine Pause zu machen und ein bisschen Zeitung zu lesen. Da hat meine Freundin dann angerufen und gesagt, dass sie auf jeden Fall dafür ist, das mit dem Darlehen durchzuziehen. Ich muss gestehen, dass für mich innerlich eigentlich auch nicht mehr viel dagegen spricht außer den üblichen Argumenten, dass man sich belastet und so weiter. Aber ich glaube, wir machen das einfach! Irgendwann einmal im Leben möchte man sich ja auch weiterentwickeln.
Wieder mal was gelernt
Selbst als Lehrer lernt man nie aus. Wir waren bei unserem Bankberater und haben ihm erzählt, was wir uns so vorgestellt haben. Er hat dann lange gerechnet und überlegt und hat uns dann gesagt, dass wir uns für ein Beamtendarlehen eignen. Ich dachte eigentlich immer, dass ein Beamtendarlehen nichts Besonderes wäre oder so. Ich war aber auch Zeit meines Lebens so ein Mensch, der es gehasst hat, sich irgendwo Geld zu leihen. Deswegen kenne ich mich mit Beamtendarlehen oder Darlehen generell nicht so gut aus. Jedenfalls hat der Bankberater uns dann ganz genau erklärt, was es mit dem Beamtendarlehen auf sich hat und warum wir uns dafür eignen. Meine Frau und ich haben uns zuerst nur angeguckt und gesagt, dass wir zuhause darüber sprechen müssen, aber sie war dann genauso angetan vom Beamtendarlehen wie ich. Sie möchte das auf jeden Fall machen. Die Summe, die wir durch dieses Beamtendarlehen erhalten würden, würde uns den Einstieg wesentlich leichter machen und uns auch das Leben nach dem Hauskauf schöner machen. Wenn wir vorsichtig wären und in der Preiskategorie bleiben würden, die wir uns für das Haus gedacht haben, würden wir sogar jedes Jahr mal in Urlaub fahren können. Also spricht eigentlich nicht mehr viel dagegen.
Mein Lieblingsessen
Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich leidenschaftlich gerne Sushi esse? Am liebsten in einem ganz bestimmten Sushi-Restaurant, das natürlich auch dementsprechend teuer ist. Trotzdem freue ich mich jedes Mal drauf. Wie man sich sicher schon denken kann, war ich gestern Abend mit meiner Freundin dort und wir haben lange darüber gesprochen, ob wir das mit dem Haus, das sie sich wünscht – und ich ja irgendwo auch – auch wirklich machen sollen. Es gibt wie bei jeder größeren Entscheidung eigentlich Argumente dafür und dagegen. Wenn wir ein Haus haben, werden wir erst einmal lange Zeit uns nicht mehr viel erlauben können, zumindest keinen teuren Urlaub oder so ähnlich. Aber auf der anderen Seite habe ich mir immer ein Haus gewünscht. Eine Verbesserung zu unserer momentanen Wohnsituation wäre es auf jeden Fall. Ich werde heute nach der Schule einen Termin bei unserem Bankberater ausmachen. Mal schauen, was er uns empfehlen wird. Ich bin gespannt.
Klausuren
Gerade ist Abiklausurenphase in der Schule, im Stiftisch-Humanistischen Gymnasium, wo ich jetzt schon arbeite, seit ich mit dem Studium und dem Referendariat fertig bin, also schon ein vier Jahre. Das ist immer ziemlich viel Stress für das ganze Kollegium. Natürlich noch mehr für die Lehrer, die korrigieren müssen als für die, die Aufsicht halten müssen, aber insgesamt ist es immer so ein Höhepunkt in jedem Jahr. Für mich ist es eigentlich ein ganz persönlicher Höhepunkt, weil ich meinen ersten Geschichts-Leistungskurs zum Abitur geführt habe. Ich hoffe natürlich, erfolgreich! Aber gestern hat meine Freundin mich gebeten, dass wir uns bald mal einen Abend Zeit zum Reden nehmen. Sie wünscht sich, dass wir ein Haus kaufen. Sie ist auch Lehrerin, aber an einer anderen Schule. Und auch wenn sie ein paar Jahre jünger ist, möchte sie gerne irgendwann Kinder. Dass die auch nicht in unserer kleinen Zweizimmerwohnung aufwachsen können, ist mir klar. Aber ich weiß nicht, ob wir uns das leisten können.